20-1-2026

Futtersilo kaufen. 7 wichtige Punkte, auf die Sie achten sollten

Auf den ersten Blick wirkt ein Futtersilo wie ein einfaches Bauteil Ihrer Anlage. In der Praxis hat das Silo jedoch einen entscheidenden Einfluss auf die Prozesssicherheit, Hygiene und Qualität Ihrer Fütterung. Eine falsche Wahl kann zu Verstopfungen, Qualitätsverlusten, erhöhtem Wartungsaufwand oder sogar zum Verderb des Futters führen. Der Kauf eines Futtersilos ist daher eine langfristige Investition. Dies sind die sieben wichtigsten Punkte, die Sie beim Kauf eines Futtersilos berücksichtigen sollten.

1. Futtertyp und Produkteigenschaften

Nicht jedes Futtermittel verhält sich gleich. Mehl, Pellets, Granulate oder Mineralstoffe unterscheiden sich deutlich im Fließverhalten, in der Feuchteempfindlichkeit und im Verschleiß. Das Silo muss exakt auf diese Eigenschaften ausgelegt sein. Dazu gehören der richtige Trichterwinkel, der Wandaufbau und gegebenenfalls eine Unterstützung des Flusses. Ohne diese Abstimmung kommt es zu Brückenbildung, Restmengen und ungleichmäßigem Austrag.

Perfekte Hygiene und exzellenter Auslauf mit GFK-Silos von Polem. Wir haben sowohl im Sommer als auch im Winter getestet – die Silos funktionieren einwandfrei. Die spiegelglatten Innenwände machen den Unterschied. Unsere Futterqualität ist messbar besser geworden.
- Thorsten Kühl, Raiffeisenagrar Ankum (DE)

2. Die richtige Kapazität berechnen

Die Kapazität Ihres Futtersilos bestimmt, wie häufig Lieferungen erforderlich sind und wie lange das Futter gelagert wird. Ein zu kleines Silo führt zu häufigen Anlieferungen. Ein zu großes Silo verlängert die Lagerdauer und kann die Futterqualität negativ beeinflussen.

Berücksichtigen Sie den täglichen Futterverbrauch und die gewünschte Lieferfrequenz. In der Schweine und Geflügelhaltung ist ein Puffer von vier bis sechs Tagen üblich. In der Rinderhaltung wird häufig eine maximale Lagerdauer von vier Wochen empfohlen. Längere Lagerzeiten erhöhen das Risiko von Qualitätsverlusten.

3. Fließverhalten. Massenstrom oder Kernstrom

Für Futtermittel ist in den meisten Fällen Massenstrom die bevorzugte Lösung. Das gesamte Produkt bewegt sich gleichmäßig nach unten und das First in First out Prinzip wird eingehalten. Dadurch werden Alterung und Entmischung des Futters vermieden.

Beim Kernstrom entleert sich überwiegend die Mitte des Silos, während Material an den Wänden stehen bleibt. Dies kann bei bestimmten Produkten ausreichend sein, erhöht bei Futtermitteln jedoch das Risiko von stehenden Zonen und Qualitätsminderung. Die richtige Entscheidung erfordert Kenntnisse über Produkt und Prozess.

Sehr zufrieden! Wir haben keine Probleme mit den Silos. Sie sind auch leicht zu reinigen, was kürzlich aufgrund eines Salmonellenfalls notwendig war.— Rune Thomsen, Manager Williamsborg

4. Das richtige Material wählen

Das Material des Silos bestimmt Lebensdauer und Wartungskosten. Klassische Stahlsilos sind anfällig für Korrosion, insbesondere bei Futtermitteln mit aggressiven Bestandteilen. GFK oder Komposit ist vollständig korrosionsbeständig und erreicht eine Lebensdauer von zwanzig bis dreißig Jahren.

Komposit bietet zudem eine höhere Wärmedämmung als Stahl. Dadurch wird Kondensatbildung im Silo reduziert. Weniger Kondensat bedeutet weniger Verklumpung, geringere Schimmelbildung und den Erhalt der Futterqualität. Ein trockenes Produkt bleibt länger konstant.

5. Hygiene beginnt mit einer nahtlosen Innenwand

Futter darf nicht im Silo zurückbleiben. Restmengen können verderben und neue Chargen verunreinigen. Eine glatte und nahtlose Innenwand ist daher essenziell.

GFK Futtersilos werden in einem Stück gefertigt, ohne Schweißnähte oder Fugen. Das Produkt gleitet gleichmäßig an der Wand entlang, ohne Anhaftungen. Dies erleichtert die Reinigung und unterstützt ein hygienisches Fütterungssystem, das den Anforderungen moderner Tierhaltung entspricht.

6. Brückenbildung vermeiden und Wartung mitdenken

Brückenbildung entsteht, wenn Futter verklumpt und nicht mehr nachrutscht. Dies tritt häufig bei schlecht fließenden Produkten wie feinem Mehl oder Kleie auf. Ein korrekt ausgelegter Vibrationsboden versetzt das Produkt kontrolliert in Bewegung und sorgt für einen kontinuierlichen Austrag.

Auch ein gut konstruiertes Silo benötigt regelmäßige Inspektionen. Achten Sie auf Zugänglichkeit, Inspektionsöffnungen und die Möglichkeit, Verschleiß frühzeitig zu erkennen. Vorbeugende Wartung verhindert ungeplante Stillstände und hohe Reparaturkosten.

7. Maßgeschneiderte Ausführung und Prozessintegration

Jede Fütterungsanlage ist unterschiedlich. Anzahl der Tiere, Futtersorte, verfügbarer Platz, Befüllsysteme und Austrag beeinflussen das Design. Standardlösungen passen selten optimal zur Praxis.

Eine maßgeschneiderte Ausführung stellt den richtigen Durchmesser, Trichterwinkel, Austrag und optionale Isolierung sicher. So integriert sich das Silo nahtlos in den täglichen Betrieb und der Materialfluss bleibt kontrolliert.

Die richtige Wahl vermeidet Probleme

Ein Futtersilo zu kaufen bedeutet mehr als die Auswahl von Volumen und Durchmesser. Es erfordert Verständnis für Produktverhalten, Prozesswissen und Materialeigenschaften. Polem entwickelt Futtersilos auf Basis dieses ganzheitlichen Ansatzes. Nahtlos, robust und abgestimmt auf Ihr Futter und Ihren Prozess. So bleiben Futterqualität und Betrieb dauerhaft zuverlässig.

Möchten Sie eine Beratung zum passenden Futtersilo für Ihren Betrieb. Kontaktieren Sie unsere Berater oder konfigurieren Sie Ihr Silo einfach über unseren agrarischen Konfigurator.

Richard van Lierop

Richard van Lierop

Marktspezialist für Agrar- und Tierfutter